Arbeitsland Brandenburg
Die tariflich vereinbarte Wochenarbeitszeit betrug 2006 im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt in den westdeutschen Bundesländern 37,4 Stunden. In den ostdeutschen Bundesländern lag sie mit 38,9 Stunden deutlich höher.
Mehr als 45 % der Arbeitnehmer hatten 2006 in Ostdeutschland eine vereinbarte tarifliche Arbeitszeit von 40 und mehr Stunden.
Beschäftigte nach der tariflich vereinbarten Wochenarbeitszeit - Ostdeutschland und Westdeutschland

In Brandenburg arbeitet ein Erwerbstätiger im Jahr über 80 Stunden mehr als im Bundesdurchschnitt. Nur in Thüringen ist das Arbeitspensum ähnlich hoch wie in Brandenburg.
Geleistete Arbeitsstunden je Erwerbstätigen (2006).

Auch im internationalen Vergleich liegt Ostdeutschland bei den Arbeitszeiten vorn.
Tariflich festgelegte durchschnittliche Wochenarbeitszeit im internationalen Vergleich

Die neuen EU-Mitgliedsländern in Mittel- und Osteuropa und einige „alte“ EU-Staaten mit nominell höherer Arbeitszeit kompensieren jedoch zum Teil eine erheblich höhere Streiktagezahl.
Durch Streiks und Aussperrungen verlorene Arbeitstage pro Jahr je 1.000 Beschäftigte im internationalen Vergleich

Von 1996 bis 2005 verzeichnete Ungarn 15,8 jahresdurchschnittlich durch Streiks verlorene Arbeitstage je 1.000 Beschäftigte, Rumänien 55,8 Tage und Spanien sowie Dänemark sogar über 140 Tage.
In Deutschland betrug die Zahl der verlorenen Arbeitstage im gleichen Zeitraum lediglich 2,4 und damit sogar weniger als in der Schweiz.
Das spricht für eine funktionierende Sozialpartnerschaft in Deutschland.
Quellen: WSI, 2007; EUROSTAT, 2007; Hans-Böckler-Stiftung, 2007