Die breite Forschungs- und Entwicklungslandschaft in Deutschlands Hauptstadtregion ist für Unternehmen ein besonderer Standortvorteil. Denn Berlin-Brandenburg gehört europaweit zu den Regionen mit der höchsten Forschungsdichte.
Konzentriertes Wissen
7 Universitäten, 21 Hoch- und Fachhochschulen, sowie rund 250 Forschungseinrichtungen, darunter 21 Institute der „Blauen Liste“ (Wissensgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, WGL), 9 Fraunhofer Institute, 8 Max-Planck-Institute und 7 Institute der Herrmann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) und mehr als ein Dutzend Forschungseinrichtungen des Bundes befinden sich hier. Wissenschaft und Forschung zählen zu den wichtigsten Stärken und Wachstumsfaktoren der Region. Berlin-Brandenburg ist ein traditioneller Wissenschaftsstandort. 29 Nobelpreisträger kommen aus der Region (11 Chemie, 10 Physik, 7 Medizin, 1 Literatur).
Insgesamt sind in der Hauptstadtregion bis zu 50.000 Wissenschaftler tätig, davon rund 23.000 an Universitäten, Hoch- und Fachhochschulen. Hochspezialisierte Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen stehen den Unternehmen als Transfer- und Kooperationspartner zur Verfügung.
Bestes Gründungsklima
Besonders unterstützt werden auch junge technologieorientierte Existenzgründer. Mit Erfolg: Die Universität Potsdam zählt mit Platz 2 und die BTU Cottbus mit Platz 10 zu den „gründerfreundlichsten Universitäten“ Deutschlands (Studie der Universität Regensburg unter 65 deutschen Hochschulen, 2007).
Qualifizierte Nachwuchskräfte
Mit ca. 180.000 Studenten sorgen die Hochschulen der Region für Nachwuchsfachkräfte in nahezu allen Fachrichtungen. Jährlich wird der Arbeitsmarkt um etwa 19.000 Hochschulabsolventen bereichert. Eine große Rolle spielen dabei Ingenieur- und Naturwissenschaftler. Die Hochschulen bieten hochspezialisierte Qualifikationen - von der Biotechnologie über Luft- und Raumfahrttechnik bis zu den Erneuerbaren Energien, um nur einige Beispele zu nennen.
Der Studienstandort Brandenburg wird immer beliebter. Die drei Brandenburger Universitäten in Potsdam, Cottbus und Frankfurt (Oder) und die Hochschulen im Land verzeichnen einen regelrechten Nachfrageboom und den Höchststand bei den Studentenzahlen (Amt für Statistik Berlin-Brandenburg).
Aufsteigerland im PROGNOS-„Zukunftsatlas“
Die günstigen Rahmenbedingungen tragen mit dazu bei, dass Brandenburg beim aktuellen „Zukunftsatlas“ der Prognos AG besonders gut abschneidet. Brandenburg ist ein Top-Standort in Ostdeutschland und zählt zu den deutschen Aufsteigerregionen: 10 von 18 Kreisen und kreisfreien Städten haben sich im Jahr 2007 gegenüber 2004 deutlich verbessert. Die Landeshauptstadt Potsdam hat sogar einen Riesensprung um 133 Plätze in die TOP 20 gemacht. Auch die großen Städte Cottbus und Brandenburg an der Havel befinden sich unter den 10 stärksten Aufsteigern.
Innovative Netzwerke
Ein bedeutsamer Standortfaktor für Brandenburg und die deutsche Hauptstadtregion ist die attraktive Innovationskultur in den entsprechenden Netzwerken. In Brandenburg sind rund 1.500 innovative Unternehmen tätig – davon mehr als 100 Unternehmen mit internationalen Spitzenleistungen. Besonders sie spielen eine wichtige Rolle in den innovativen Netzwerken der Unternehmen sowie zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Gegenwärtig existieren im Land Brandenburg allein 18 GRW-geförderte Netzwerke in nahezu allen Branchenkompetenzfeldern des Landes. Weitere Netzwerke sind in Vorbereitung. In diesen landesweiten Branchen-Netzwerken sind innovative mittelständische Unternehmen, aber auch Großunternehmen sowie Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und wirtschaftsnahe Institutionen vertreten. Viele der Netzwerke erstrecken sich auf die gesamte Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg.
Intensiver Technologietransfer
Brandenburg hat die Infrastruktur für einen intensiven Technologietransfer Wissenschaft/Wirtschaft deutlich ausgebaut. Neben den Transferstellen der Hochschulen vermitteln Branchentransferstellen unmittelbar nachfragebezogen die für die jeweilige Branche relevanten Angebote in Wissenschaft, Forschung und Technologie.
Die Patentverwertungsagentur brainshell unterstützt die Brandenburger Hochschulen bei der marktgerechten Verwertung ihrer Forschungsergebnisse. Mit Erfolg: Seit der Gründung im Jahr 2002 erhält Brainshell jährlich ungefähr 40 bis 50 Erfindungsmeldungen aus den Brandenburger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zur Begutachtung. Knapp die Hälfte dieser Erfindungsmeldungen wurden zum Patent angemeldet. Von den angemeldeten Patenten konnte von Brainshell bisher ein Drittel vermarktet werden Unter der Vermarktung sind sowohl Lizenzierungen als auch der Verkauf von Patenten zu verstehen. Mit knapp 40% ging ein Großteil der vermarkteten Patente an Unternehmen in Brandenburg.
Netzwerk der Technologiezentren
Ein weiterer Pluspunkt der Innovationsregion sind die Technologiezentren mit ihrem komplexen Dienstleistungsangebot. In der Region Berlin-Brandenburg sind insgesamt 43 verschiedene Technologie und Gründerzentren tätig. In keiner anderen deutschen Region sind derartig viele Zentren konzentriert. In den 20 Brandenburger Technologie- und Gründerzentren arbeiten etwa 550 Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern. www.tgbev.de
Brandenburg fördert Innovationen
Innovationstätigkeit wird in Brandenburg gefördert. Das zahlt sich aus: Von 2001 bis 2008 hat die ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH 1.776 Innovationsprojekte durch Technologieförderung betreut und unterstützt. Dadurch sind neue innovative Produkte und Verfahren entwickelt, ausgebaut und verbessert worden und fast 3.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden.
Neben der Technologieförderung wird auch das Angebot zur Förderung von „Innovationsassistenten“ von den Unternehmen mit großem Interesse angenommen. Seit Inkrafttreten der Richtlinie im Jahr 1992 sind bereits über 1.000 Innovationsassistenten gefördert worden. Befragungen der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH bei beteiligten Unternehmen ergaben, dass 89 Prozent der Firmen ihre Innovationsassistenten nach Ablauf der Förderung weiterbeschäftigen, 43 Prozent stellten sogar einen weiteren ein.