Erfolgreicher Abschluss des deutsch-serbischen Bergbauprojektes MINSER
Datum: 19.11.2008
Quelle: ZAB ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH
ZukunftsAgentur rechnet mit Anschlussaufträgen aus der Balkanregion
Mit einer Abschlusskonferenz am 20. November 2008 in Belgrad geht das deutsch-serbische Bergbauprojekt „Mining in Serbia“ (MINSER) zu Ende. Seit dem Sommer 2007 hatte rund ein Dutzend Unternehmen und Institutionen in Brandenburg und Sachsen Fachleute aus dem serbischen Rohstoff- und Braunkohlesektor beraten und weitergebildet. Ziel des Programms war der Transfer von Know-How für die Modernisierung und die ökologische Sanierung der Braunkohleindustrie Serbiens. Das Projekt stand unter der Leitung der ZukunftsAgentur Brandenburg GmbH (ZAB) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg.
Für Dr. Detlef Stronk, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZukunftsAgentur, war MINSER ein Erfolg: „Wir konnten den serbischen Fachleuten jenes Wissen weitergeben, das wir bei der Sanierung unserer ostdeutschen Braunkohleindustrie in den vergangenen 10 Jahren erworben haben. Serbien hat die Modernisierung in der Braunkohleindustrie noch vor sich. Wir freuen uns, wenn das Land von unseren Erfahrungen profitieren kann.“
Rund 100 serbische Fachleute nahmen an dem Projekt teil. „Wir haben uns gut verstanden“, sagt Prof. Dr. Carsten Drebenstedt von der TU Bergakademie Freiberg (Sachsen). „Viele Kollegen, die heute Kompetenzträger im serbischen Bergbau sind, haben in Deutschland studiert. Daran konnten wir anknüpfen.“
ZAB-Geschäftsführer Stronk sieht gute Chancen, dass MINSER zu weiteren Aufträgen für die heimische Wirtschaft führt: „Ein ähnliches Projekt mit Rumänien hat für Unternehmen aus der Lausitz wie Vattenfall, TAKRAF und BEA schon zu sehr erfolgreichen Geschäftsverbindungen geführt. Auch bei MINSER hat die Lausitz gezeigt, welche Kompetenzen sie in der Energiewirtschaft besitzt. Wir erwarten, dass sich das in weitere Aufträge in Serbien und anderswo auf dem Balkan ummünzen lässt.“
Das als öffentlich-private Partnerschaft gestaltete Projekt MINSER hatte ein Volumen von 280.000 Euro und wurde zu Hälfte von der bundeseigenen InWEnt Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH gefördert. Die übrigen Aufwendungen haben die Projektpartner aus Brandenburg und Sachsen als Eigenleistung erbracht.
Neben ZAB und TU Bergakademie Freiberg beteiligten sich an den fünf einwöchigen Fortbildungsworkshops in Serbien folgende Unternehmen und Einrichtungen aus der Lausitz:
LMBV international GmbH, Senftenberg;
Brandenburgische Technische Universität Cottbus (BTUC);
Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, Cottbus;
WEQUA Wirtschaftsentwicklungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH, Lauchhammer;
TAKRAF GmbH, Lauchhammer;
Vattenfall Europe Mining Consulting, Cottbus;
BEA Elektrotechnik und Automation Technische Dienste Lausitz GmbH, Spremberg;
Ingenieurgesellschaft für Energie- und Kraftwerkstechnik mbH (IEK), Cottbus;
Gesellschaft für Montan- und Bautechnik mbH (GMB), Senftenberg.
Organisationspartner in Serbien waren das Ministerium für Energie und Bergbau, die Electric Power Industry of Serbia (EPS), die Universität Belgrad und das BalkanNet.