Geoinformationen, das heißt Informationen mit Raumbezug, treffen auf einen rasant wachsenden Markt. Sie sind Rohstoff für neue informationstechnologische Produkte und Leistungen auf Gebieten wie Immobilien- und Standortmarketing, Versicherungswirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Verkehrstelematik, Innere Sicherheit.
Geoinformationswirtschaft in Berlin-Brandenburg
- Nähe zu den Entscheidungsträgern vieler gesellschaftlicher Bereiche
- Umfangreicher Bestand an Geodaten auf hohem technischen und organisatorischen Niveau
- Außerordentlich leistungsfähiges Forschungsumfeld mit dem Geoforschungszentrum Potsdam GFZ als Kern
- Deutschlandweit größte Konzentration an Fakultäten, Lehrstühlen und Forschungseinrichtungen, die sich mit Geoinformationen befassen (GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam (HPI), Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), Fachgebiet Computer Vision and Remote Sensing des Instituts für Technische Informatik und Mikroelektronik der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin, Abteilung Geomatik der Humboldt-Universität Berlin mit den Themenfeldern Geo-Informationssysteme (GIS), Kartographie und Geofernerkundung)
- Etwa 600, überwiegend kleine und mittlere Unternehmen mit rund 2.200 Mitarbeitern
- Bandbreite der Geschäftsfelder: Vermessungsingenieurbüros bis zu Internet-basierten Geodaten-Serviceprovider
- Jahresumsatz der Branche ca. 120 Mio. Euro
- Besondere Kompetenzen: Katastrophenmanagement und Anwendungszentren für das europäische Satellitennavigationssystem GALILEO.
Kooperationsnetzwerk in der Hauptstadtregion
Der Verband der Geoinformationswirtschaft GEOkomm forciert die Vernetzung der ansässigen Akteure. Mit Fördermitteln des Bundes und des Landes wird im Rahmen der GRW-Netzwerkförderung der Zusammenschluss von 13 Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Region Berlin-Brandenburg zu einem Kooperationsnetzwerk unterstützt. Damit werden die bestehenden Kooperationsbeziehungen verbessert und es entstehen neue Wachstumspotenziale für die Geoinformationswirtschaft in Berlin - Brandenburg.
Netzwerk
GEOkomm networks
Wesentliche Ziele des GRW-Netzwerks:
- Akteure auf den erforderlichen Wertschöpfungsstufen identifizieren und zusammenbringen
- Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, wissenschaftsnahen Einrichtungen und regionalen Akteuren
- Entwicklung von kooperativen Geschäftsmodellen und Erlösstrukturen
- Aufbau von Informationsnetzwerken und Unterstützung des Know-how-Transfers zwischen den Unternehmen
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit (v. a. der KMU), Profilbildung der Branche in der Hauptstadtregion
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Fernerkundung
- Geodateninfrastruktur (GDI)
- Geotainment
- Galileo (Satellitennavigation)
Anzahl Netzwerkpartner: 19
Branchentransferstelle
Branchentransferstellen bieten Ihrem Unternehmen optimale Unterstützung bei der Entwicklung Ihrer innovative Ideen: von der Kontaktvermittlung zu relevanten Experten über die Beantragung von Fördermitteln bis hin zur administrativen Abwicklung des Kooperationsprojektes.
Für Ihre Branche gibt es folgende Transferstelle in der Hauptstadtregion:
Branchentransferstelle Geoinformationswirtschaft
Projektleitung: Corry Kröner
Projektträger: Verband der Geoinformationswirtschaft Berlin/Brandenburg e.V. (GEOkomm e.V.)
Kontakt:
Weinmeisterstraße 3a
14469 Potsdam
Telefon: +49 (0)331 / 27 31 927
Telefax: +49 (0)331 / 27 31 935
E-Mail: bts@geokomm.de
Weitere Informationen erhalten Sie über das Netzwerk der Technologietransferstellen im Land Brandenburg iq brandenburg.
Relevante Wissenschaftseinrichtungen
Hochschulen
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
Lehrstuhl für Vermessungskunde
Schwerpunkte:
Webbasierte Geoinformationssysteme für archäologische und baugeschichtliche Forschungen, Integration von konventionellen und modernsten geodätischen/photogrammetrischen Methoden
Universität Potsdam
Lehrstuhl für Geoinformatik, Geofernerkundung und Kartographie
Schwerpunkte:
Erfassung, Modellierung und Visualisierung von Geoinformation; 3D-Geoinformationen; Erfassung und Interpretation von Fernerkundungsdaten; Kartographie und Geovisualisierung von raumbezogenen Daten
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (FH)
Fachbereich Landschaftsnutzung und Naturschutz
Schwerpunkte:
GIS-basierten Modellierung, GIS-Potenzialanalysen, Pflege- und Entwicklungs-Planung in GIS
Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Forschungsstelle Potsdam
Schwerpunkte:
Geowissenschaftliche Studien in Periglazialgebieten am Rand der Inlandeise und in Permafrostregionen, modellierende und experimentelle Untersuchungen atmosphärischer Prozesse
Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik
Fachgebiet Computergrafische Systeme
Schwerpunkte:
Geovisualisierung (Geovirtual 3D Environments, Virtual 3D City Models, 3D Cartography Modelling of 3D Geoinformation)
Helmholtz-Zentrum Potsdam Deutsches GeoForschungsZentrum – GFZ
Abteilung Fernerkundung
Schwerpunkte:
optische Fernerkundung, Nutzung des IR- und Mikrowellenbereiches, hochauflösende abbildende Spektroskopie, SAR-Interferometrie; insb. mit Spezialisierung auf Anwendungen: Erdvermessung, Katastrophenschutz, Umweltschutz
Abteilung Satellitennavigation
Schwerpunkte:
GPS/GALILEO-Technologien, Präzisionsnavigation und -vermessung; Auswertung der Atmosphärenkorrekturen; insb. mit Spezialisierung auf Anwendungen: Erdvermessung, Logistik, Umweltbeobachtung
Abteilung Geoinformatik und Geoinformationsmanagement und Visualisierung
Schwerpunkte:
Architektur von Geo-Software-Systemen, Standardisierung von Metadaten, Katalog-, Prozessierungs- und Visualisierungsdienste, Aufbau von globalen, europäischen und nationalen Geodaten-Infrastrukturen
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
Forschungsbereich Erdsystemanalyse
Schwerpunkte:
Analyse und Modellierung des anthropogenen Klimawandels