Ernährungswirtschaft

Ernährungsindustrie - wichtigster Wirtschaftszweig in Brandenburg

Die Branche konnte in den letzten Jahren ihre Wettbewerbsfähigkeit entscheidend erhöhen; dafür sprechen sowohl die verstärkte Orientierung auf ausländische Märkte als auch die  Zunahme der Arbeitsproduktivität.
Brandenburger Produkte wie z.B. Spreewälder Gurke, Werderaner Ketchup,  Neuzeller Schwarzbier, Prignitzer Cornflakes und Cottbuser Kekse machen die Hauptstadtregion auf kulinarische Weise weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

  • mit 3,1 Mrd. EUR Umsatz stärkste Branche in Brandenburg (Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahr um minus 2,3%)
  • mehr als 12.200 Arbeitskräfte in über 160 Unternehmen (Beschäftigtenwachstum gegenüber dem Vorjahr plus 4.8%)
  • fast 30% des Umsatzes werden von den Fleischverarbeitenden Unternehmen erwirschaftet, vor der Getränkeherstellung mit über 12% und der Obst- und Gemüseverarbeitung mit über 10% Umsatzanteil 
  • Mehrzahl der Unternehmen hat bis zu 50 Mitarbeiter
  • 12 Großbetriebe beschäftigen mehr als 200 Mitarbeiter (Milchwerk Elsterwerda, Eberswalder Wurst, Vion-Schlachtbetriebe, Mineralquellen Bad Liebenwerda, Birkenhof Fleischwerk, Coca Cola, Storkower Hähnchen, Brandenburger Urstromquelle sowie vier Großbäckereien mit eigenem Filialsystemen)
    (Statistische Angaben von 2009)

Forschung und Entwicklung

Die Hauptstadtregion verzeichnet im ernährungsrelevanten Bereich eine einzigartige Dichte von wissenschaftlichen Einrichtungen .
Zahlreiche kleine und mittelständische Firmen nutzen dieses Potential und sind Träger von Forschung und Entwicklung.


Netzwerk

Brandenburger ErnährungsNetzwerk (BEN) e. V.

Wesentliche Ziele des GRW-Netzwerks:

  • Verbesserung des Bekanntheitsgrades regionaler Produkte und damit der produzierenden Unternehmen
  • Transparenz der Leistungsfähigkeit der Unternehmen
  • Erhöhung des Grades der Produktneuheiten, entsprechend der neuen Markttrends
  • Verstärkung der kooperativen Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen
  • stärkere Einbeziehung wissenschaftlicher Einrichtungen
  • Erhöhung der Innovationsbereitschaft und Verbesserung der Innovationsfähigkeit der Unternehmen
  • Verstärkung der Lobbyarbeit für die Branche
  • Verbesserung des Branchenimages
  • Sicherung des Fachkräftebedarfes

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • gemeinsames Marketing
  • Beteiligung auf nationalen und internationalen Messen
  • Initiierung von Produktentwicklungen und Technologieinnovationen
  • Entwicklung von logistischen Lösungen
  • Qualifizierungsmaßnahmen
  • Initiierung der Zusammenarbeit mit relevanten Wissenschaftseinrichtungen zur Erhöhung der Energieeffizienz
  • Stärkung der Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Betrieben und Interessenverbänden
     
    Anzahl Netzwerkpartner: fast 50 Mitglieder


 

Branchentransferstelle

Branchentransferstellen bieten Ihrem Unternehmen optimale Unterstützung bei der Entwicklung Ihrer innovative Ideen: von der Kontaktvermittlung zu relevanten Experten über die Beantragung von Fördermitteln bis hin zur administrativen Abwicklung des Kooperationsprojektes.

Für Ihre Branche gibt es folgende Transferstelle in der Hauptstadtregion:

Branchentransferstelle Ernährungswirtschaft

Projektleitung: Ines Gromes
Projektträger:  Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung e.V. (ILU e.V.)
Kontaktdaten: Branchentransferstelle Ernährungswirtschaft
Arthur-Scheunert-Allee 40/41
   14558 Nuthetal
   Telefon: +49 (33200) 89107
   Telefax: +49 (33200) 89120
   E-Mail: branchentransfer@ilu-ev.de

 

Weitere Informationen erhalten Sie über das Netzwerk der Technologietransferstellen im Land Brandenburg iq brandenburg.

 


Für das Branchen-Kompetenzfeld relevante Wissenschaftseinrichtungen

 

Hochschulen

Universität Potsdam

Lehrstuhl für Biochemie der Ernährung

Schwerpunkte:
biochemische Zusammenhänge der Störung der Stoffwechselkontrolle durch die Leber im Rahmen von Krankheiten und überschießende Entzündungsreaktionen (z.B. Wechselspiel zwischen Hormon-, Cytokin- und Prostanoid-Rezeptorsignalketten und deren Auswirkungen auf den Glucose- und Fremdstoffmetabolismus)

Lehrstuhl für Ernährungstoxikologie

Schwerpunkte:
Rolle der chronischen Entzündung des Dickdarmgewebes in der chemisch-induzierten Dickdarmkrebsentstehung, Entwicklung eines nicht-invasiven Verfahrens zur Früherkennung von Dickdarmkrebs beim Menschen, Zusammenhang zwischen Energiestoffwechselstörungen und Lebertumorentstehung, Etablierung und Validierung einer Testplattform zum Nachweis der gesundheitsfördernden Wirkungen von Lebensmittelinhaltsstoffen

Lehrstuhl für Lebensmittelchemie

Schwerpunkte:
Bioverfügbarkeit, Biokinetik und Biotransformation sekundärer Pflanzenstoffe (SPS) aus der Gruppe der Polyphenole und Carotinoide; Wechselwirkungen zwischen ausgewählten sekundären Pflanzeninhaltsstoffen als Bestandteile von Lebensmitteln und Hauptnährstoffen; ernährungsphysiologische und technofunktionelle Eigenschaften in komplexen Lebensmittelmatrizen

Lehrstuhl Physiologie und Pathophysiologie der Ernährung

Schwerpunkte:
Modulation ernährungsrelevanter Biomarker im Zusammenhang mit physiologischen und pathophysiologischen Vorgängen (z.B. Nierenfunktion, Einfluss von Entzündungen, dem Krebsgeschehen und neurologischen Krankheitsbildern bei Mensch und Tier), Identifikation von Zielmolekülen in der Nahrung und im Organismus für nutritive und nicht-nutritive Nahrungsbestandteile (Nutriproteomics)


Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen

Deutsches Institut für Ernährungsforschung

Abteilung Biochemie der Mikronährstoffe

Schwerpunkte:
biochemische und molekulare Mechanismen von Mikronährstoffen (insbesondere Spurenelement Selen), von Vitamin E und von anderen redox-aktiven Nahrungsbestandteilen und ihre Rolle in physiologischen und pathophysiologischen Prozessen

Abteilung Molekulare Epidemiologie

Schwerpunkte:
Beziehungen zwischen Ernährungs- und Lebensstilfaktoren, biologischen Parametern und dem Risiko für das Auftreten chronischer Erkrankungen (z.B. Krebserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes mellitus)

Abteilung Ernährungstoxikologie

Schwerpunkte:
Bildung chemisch reaktiver Stoffwechselprodukte aus nicht-nutritiven Inhaltsstoffen von Lebensmitteln; Wirkung dieser Stoffe auf den Organismus; Wirtsfaktoren, die diese Bioaktivierung und mögliche Inaktivierungen vermitteln

Abteilung Gastrointestinale Mikrobiologie

Schwerpunkte:
Einfluss von Bakterien bei der Entstehung bestimmter Darmerkrankungen, Einfluss von Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln oder deren Abbauprodukte auf die Besiedelung im Darm

Abteilung Klinische Ernährung

Schwerpunkte:
Pathogenese der häufigsten Zivilisationskrankheiten (z.B. Übergewicht, Diabetes mellitus und Metabolisches Syndrom) durch nahrungsabhängige Komponenten

Abteilung Molekulare Genetik

Schwerpunkte:
Zentrale Regulationsmechanismen der Nahrungsaufnahme, Struktur/Funktion von Neuropeptidrezeptoren, molekulare und biochemische Charakterisierung des Geschmacks- und Geruchssinnes

Abteilung Pharmakologie

Schwerpunkte:
Ziel: Untersuchung genetischer, pathobiochemischer und pathophysiologischer Ursachen des Metabolischen Syndroms (mit Bluthochdruck, Cholesterin- und Stoffwechselstörung und Insulinresistenz)

Abteilung Physiologie des Energiestoffwechsels

Schwerpunkte:
physiologische und molekulare Mechanismen der Entwicklung von Adipositas und assoziierten Stoffwechselerkrankungen


Institut für Getreideverarbeitung GmbH

Bereich Prüflabor und Analytik

Schwerpunkte:
Industrie- als auch Forschungsdienstleitsungen auf den Gebieten der Lebensmittel-, Futtermittel- und pflanzlichen Rohstoffuntersuchung; Überprüfung der Verkehrsfähigkeit von Lebensmittelprodukten auf Getreidebasis, Futtermitteln; Rohstoffprüfung gemäß Arzneimittelgesetz; Untersuchungen zu den Verarbeitungseigenschaften von Mehlen.

Bereich Bäckereitechnologie

Schwerpunkte:
Neuartige Fertigungsverfahren und Rezepturen für Back- und Konditoreiwaren, Backwaren und/oder deren Zutaten mit ernährungsphysiologischem Zusatznutzenbetriebsspezifischen Produktions-Analysen zur Optimierung der Produktqualität

Bereich Nachwachsende Rohstoffe

Schwerpunkte: 
Know-how über die Funktionalität nachwachsender biopolymerer Rohstoffe und das Herstellen von Werkstoffen für verschiedene Industriebereiche.

Bereich Biotechnologie

Schwerpunkte:
Photobioreaktortechnik, Produktion und Applikation von Mikroalgen, Entwicklung neuer Konzepte zur Biomasseabtrennung, Trocknungstechnologien, Extraktionstechniken und –technologien, Wirkstoffe aus Algen (Wirkstoffcharakteristik, -formulierungen, Verfahren zur Isolierung von Wirkstoffen)

Bereich Lebensmitteltechnologie

Schwerpunkte:
Analyse, Aufbereitung und Verarbeitung von Getreide, Sonderkulturen, Ölsaaten, Kräuter und Gewürze


Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt

Bereich Analytik

Schwerpunkte:
Nachweis und Identifizierung von Krankheitserregern und Verderbniserregern, Hygienekontrollen, Trinkwasseranalytik, Reinigungs- und Desinfektionsmitteltest; Nachweis von Gentechnischen Veränderungen im Lebens- und Futtermittel; Sensorische Prüfungen, Profilanalysen von Produkten

Ansprechpartner

Gudrun Fahrland

Gudrun Fahrland
stellv. Teamleiterin; Nahrungsmittel, Holz, Papier, Chemie
T +49- (0)3 31- 6 60- 31 25
F +49- (0)3 31- 6 60- 32 35
E Gudrun.Fahrland@zab-brandenburg.de


Downloads

Branchenbroschüre Ernährungswirtschaft

Branchenstrategie Ernährungswirtschaft


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Inhaltliche Netzwerkmanager

Kristin Hahn

Kristin Hahn
Brandenburger ErnährungsNetzwerk e. V., c/o IHK Potsdam
Breite Str. 2a-c
14467 Potsdam
T +49- (0)3 31- 27 86 284
F +49- (0)3 31- 27 86 191
E Kristin.Hahn@potsdam.ihk.de


Kai Rückewold
Brandenburger ErnährungsNetzwerk e. V., c/o pro agro e. V.
Dorfstr. 10
14513 Teltow-Ruhlsdorf
T +49- (0)33 28- 3 37 67 22
F +49- (0)33 28- 3 37 67 69
E rueckewold@proagro.de


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